und dabei die Welt globalisierungskritisch und feministisch betrachten
Hörspiel von Miriam Artmann. 49min, auf Soundcloud.
Im letzten Sommer ging ich auf die Alp, nur für zwei Wochen zum Kennenlernen. Ich stellte es mir als eine Art romantisches Work-Out-Retreat für Geist und Körper vor. Stattdessen kam ich, wie selbstverständlich, an unerwartete Grenzen.
Als eingefleischte Städterin molk ich Kühe in der schönsten Landschaft und half in urigen Hütten beim Käsemachen. Unverhofft steppte ich mitten hinein in den Stadt-Land-Realitäts-Gap und erlebte, wie unverstanden sich Landwirt:innen von Politik und Gesellschaft fühlen.
Ich hatte nichts von alledem geahnt oder gesucht – ich folgte einfach einer Intuition. Und obwohl Kühe mich vorher nie wirklich interessiert hatten, erzählte ich jedem: Ich gehe, weil ich Kühe lieben lernen will.
Herausgekommen ist eine globalisierungskritische, feministische Betrachtung der Welt, zwischen Melken, Kuhliebe und der Frage, wem das Land eigentlich gehört.







